Wohnräume mit hohen Decken finden sich heutzutage besonders noch in Altbauten. Bei einer Raumhöhe von 2,75 m oder mehr bleibt bis zu ein knappes Drittel des gesamten Wohnraums ungenutzt. Oft werden hohe Decken nicht nur optisch und teilweise auch akustisch als störend empfunden, da das ungenutzte Raumvolumen zu einem unerwünschten Hall-Effekt führen kann. Sie tragen auch dazu bei, dass die Räume schwerer aufzuheizen sind, da die warme Luft naturgemäß nach oben steigt und so den Teil des Zimmers erwärmt, der ohnehin ungenutzt bleibt, während die bodennahen Luftschichten länger brauchen, bis die Wärme sie erreicht. Auf diese Weise sorgen hohe Decken für einen höheren Energieverbrauch und kommen dem Portemonnaie des Bewohners ebenso wenig zugute, wie der Umwelt, die zusätzlich belastet wird.
Um die Heizkosten zu senken und den Räumen eine wohnlichere Atmosphäre zu verleihen, werden häufig abgehängte Decken eingesetzt, die eine Art zweiter Ebene zwischen der eigentlichen Decke und dem Wohnraum bilden. Beauftragt man mit dieser Aufgabe einen professionellen Trockenbauer, so wird dieser im Regelfall Metallprofile an der vorhandenen Decke montieren und diese mit Gipskartonplatten beplanken. Die Abhängtiefe ist hierbei variabel, wobei die in der Bauordnung festgelegte Raumhöhe von 2,10 m für Altbauten nicht unterschritten werden darf. Bringt man zwischen den beiden Deckenebenen ein dämmendes Material wie etwa Steinwolle an, bekommt die abgehängte Decke auch eine Schallschutzfunktion, die nicht nur dem Bewohner selbst, sondern auch seinen Nachbarn zugutekommen kann. Mit dem Einziehen einer zweiten Decke sollte man im Zweifelsfall einen Profi beauftragen, da die angebrachte Konstruktion aus Sicherheitsgründen unbedingt halten muss.

